Angebote

Ambulante Angebote:

  • Erziehungsbeistandschaft gem. § 30 SGB VIII (Fachleistungsstunden)
  • Sozialpädagogische Familienhilfe gem. § 31 SGB VIII (Fachleistungsstunden)

Hausinterne Angebote:

Den Jugendlichen stehen in der KJHS vielfältige Angebote zur Verfügung:

  • Zur Erlangung von Kompetenz im Umgang mit Neuen Medien, z.B. dem Internet, steht ein Notebook zur Verfügung. Es bietet die Möglichkeit schulische Aufgaben zu erledigen, wie die Ausarbeitung von Referaten, Praktikumsberichten, etc. – Mit entsprechender, vorhandener Lernsoftware können z.B. auch Defizite in einzelnen Schulunterrichtsfächern abgebaut werden.
  • Die Schaffung geeigneter Lernsituationen und individueller Unterstützungsangebote bei der Hausaufgabenanfertigung ist in der Einrichtung durch die pädagogischen Mitarbeiter gegeben. Im individuellen Bedarfsfall wird externer Nachhilfeunterricht vereinbart und durchgeführt.
  • Mit bereitstehenden Spiel- und Sportgeräten, z.B. Boxsack, Tischtennisplatte, Klimmzugstangen und Schlitten/Schlittschuhen als Wintersportgeräte ist es den Jugendlichen möglich, ihre Freizeit aktiv und sinnvoll zu gestalten. Geräte wie der vorhandene Boxsack können dazu dienen, auch einmal kontrolliert und kanalisiert den Abbau von Aggression zu betreiben.
  • Vorhandene, gruppeneigene Fahrräder stehen für die Jugendlichen zur Nutzung bereit. Entweder in Eigeninitiative, zum Erkunden der örtlichen Umgebung, zu Besuchen bei Freunden, oder zu einem Ausflug der gesamten Gruppe, als gemeinschaftliches, pädagogisch wertvolles Erlebnis.
  • Für weitere gemeinsame Gruppenunternehmungen, z.B. Teilnahme an entfernteren Freizeit-Angeboten und der jährlich stattfindenden Ferienfreizeit steht ein einrichtungseigener Kleinbus zur Verfügung.

Elternarbeit

Die methodische, intensive Arbeit der pädagogischen Mitarbeiter der KJHS mit der Herkunfts-, Adoptiv- und Pflegefamilie des Kindes oder Jugendlichen ist geprägt durch,

  • die Einbindung in die pädagogischen Inhalte und Entscheidungsfindungen im Hilfeplanprozesses und die Überprüfung in den halbjährlich stattfindenden Hilfeplangesprächen.
  • eine vertrauensvolle Zusammenarbeit durch Hausbesuche und Besuchskontakten in der Einrichtung.
  • die Entlastung von Schuldgefühlen der Eltern, Adoptiv- und Pflegeeltern
  • das Angebot einer systemischen Familientherapie, besonders wenn eine Rückführung der/des Kinder/es oder Jugendlichen angestrebt wird. (Fachleistungsstunden)
  • das Teilhaben der Herkunftsfamilie am neuen Lebensumfeld ihres Kindes bei besonderen Anlässen, z.B. bei schulischen Veranstaltungen, kirchlichen Festen.
  • mindestens einmal jährlich stattfindende Veranstaltungen z. B. Sommerfest oder Weihnachtsfeier aller Kinder, Jugendlichen und Erziehungsberechtigten.
  • alle Wünsche der Kinder und Jugendlichen eine entspannte Atmosphäre zwischen allen Beteiligten herzustellen.

Maßnahmen

Um jeder Herausforderung gerecht zu werden, arbeiten wir mit einem multiprofessionellen Team und mit einer Methodenvielfalt. Unser Arbeitsansatz leitet sich aus der systemischen Therapie ab, bezieht andere therapeutisch orientierte Trainingseinheiten ein, die sich durch große Praxisrelevanz auszeichnen sowie Entspannungsübungen, Elemente aus der Gestalttherapie und die Anwendung von Impacttechniken, sowie Arbeit mit den kreativen Medien u.v.m.

So haben wir gezielte Interventionsmöglichkeiten zur Behandlung von verschiedenen Verhaltensstörungen bei Kindern, vor allem bei dissozialen und aggressiven Verhaltensweisen, zum Abbau und zur Steuerung aggressiver Impulse und zum Aufbau einer konstruktiven Umgehensweise mit Konflikten.

Unsere Gruppenangebote orientieren sich an einem pädagogischen Ansatz, der die Gruppe als Lernfeld versteht, in dem gruppendynamische Prozesse fachlich begleitet werden. Dieses Lernfeld reguliert sich durch verbindliche Gruppen- und Einzelgespräche, durch regelmäßig wiederkehrende Alltagssituationen und erlebnispädagogische Beschäftigungsprogramme. Die Kinder/Jugendlichen sollen ihren Lebensmittelpunkt als Ort spüren, in dem sie Möglichkeit haben, Geborgenheit zu erfahren.

Die Kinder und Jugendlichen sollen ihre Identität und auch Grenzen in Konfrontations- und Aushandlungssituationen mit den Betreuer/Innen und den Mitbewohnern erfahren und finden. Des Weiteren soll über wiederkehrende Rituale im häuslichen Bereich der Gruppe (Mahlzeiten, Haushaltsführung) eine möglichst hohe Identifikation mit dem (neuen) Wohn- und Lebensfeld erreicht werden.

Durch die Kombination der therapeutischen und pädagogischen Arbeit mit flexiblen Hilfeformen verschiedener Wirkungsmustern werden Kinder/Jugendliche gefordert und gefördert. Sie sollen in der Gruppe durch die pädagogischen Interventionen lebenspraktische Eigenständigkeit in der Selbstversorgung lernen und im geschützten Raum neue Haltungen, Rollenerwartungen und Verhaltensweisen ausprobieren.

Betreuungsformen

Verselbständigung im hauseigenen Wohnappartment

Im Übergang zwischen dem Leben in der Wohngruppe und dem Bezug einer eigenen Wohnung (Sozialpädagogisch betreutes Wohnen – SbW), gibt es die Möglichkeit zum Wohnen in einem separaten Appartement im Souterrain der Einrichtung.

Um Jugendliche der Einrichtung auf den Auszug hin zum eigenständigen Wohnen mit dem Erreichen der Volljährigkeit besser vorzubereiten, ist ein separates Wohnappartement mit eigenem Badezimmer und mit einer Küchenzeile im Wohn- und Schlafraum eingerichtet und möbliert worden.

Nach Absprache im pädagogischen Team, sollen Jugendliche ab 17 Jahren sich selbst bezüglich ihrer vorhandenen lebenspraktischen Fähig- und Fertigkeiten, im noch geschützten Rahmen der KJHS, selbstkritisch überprüfen und ausprobieren. Der betreffende Jugendliche soll mit einem festgelegten, angemessenen Budget lernen eine eigenständige Haushaltsführung zu bestreiten. – In regelmäßigen Gesprächen mit dem Bezugsbetreuer geht es um die Offenlegung noch zu fördernder Fähigkeiten und die Überprüfung des zweckgebundenen monatlichen Etats.

Ein Verbleib des Jugendlichen in dem von ihm bewohnten Wohnappartement über das Erreichen der Volljährigkeit hinaus ist möglich. Der Jugendliche stellt im Rahmen der Hilfe für junge Volljährige (nach § 41 SGB VIII) einen freiwilligen, eigenständig formulierten Antrag auf Verlängerung der Jugendhilfemaßnahme bei dem für ihn zuständigen Jugendamt. Somit kann das Wohnen im Appartement der Einrichtung als Vorstufe zum Sozialpädagogisch betreuten Wohnen angesehen werden, auf das nachfolgend eingegangen wird.


Vollstationäres Wohnen in einer „eigenen“ Wohnung

Ein weiterer Schritt der Verselbstständigung ist, dass die Einrichtung eine Wohnung in der Nähe anmietet. Der Jugendliche wird bei der Suche dieser Wohnung begleitet und entscheidet mit. Er gehört weiterhin der Gruppe an, ist beim Mittagessen, bei Freizeitveranstaltungen und Gruppengesprächen wie gehabt eingebunden. Die restliche Freizeit gestaltet er eigenverantwortlich in seinen „eigenen“ Räumen. Nach einer, im Hilfeplan festgelegten Zeit und mit Erreichung des 18. Lebensjahres hat er die Möglichkeit den Mietvertrag zu übernehmen und ins Sozialpädagogisch betreutes Wohnen (SbW) zu wechseln.


Sozialpädagogisch betreutes Wohnen (SbW)

Das Sozialpädagogisch betreute Wohnen ist eine Betreuungsform im Rahmen der Jugendhilfe (nach § 41 SGB VIII), die besonders für bereits Volljährige bestimmt ist.

Im Rahmen einer kontinuierlichen Betreuung des Jugendlichen, bzw. jungen Erwachsenen von der Aufnahme bis hin zum Auszug in einen eigenständigen Haushalt bietet die KJHS, über den jeweils zuständigen Bezugsbetreuer, das Angebot des Sozialpädagogisch betreuten Wohnens (SbW) an. Hierbei wird der junge Erwachsene für die Dauer der benötigten Hilfe noch durch eine/n Mitarbeiter/in aus dem Pool der freien Mitarbeiter/innen beraten und betreut. Mit dem zuständigen Jugendamt des jungen Erwachsenen werden die benötigten Fachleistungsstunden individuell abgeklärt.

Verlauf des SbW

Der junge Erwachsene erhält durch eine/n freie Mitarbeiter/in Unterstützung bei der Suche nach einer entsprechenden, angemessenen Wohnung und mietet diese dann selbständig an. Je nach Bedarf und Verfügbarkeit besteht zu dem die Möglichkeit, ein Einrichtungseigenes Appartment in der Paderborner Innenstadt zu beziehen.

Weitere Hilfestellung erhält der Betreffende beim Aufsuchen von Ämtern und Behörden und in Verwaltungsangelegenheiten, z.B. Beantragung einer Erstausstattung für die eigene Wohnung. Zusätzlich bekommt er Unterstützung beim Besuch einer weiterführenden Schule, bzw. Aufnahme einer Ausbildung. Der junge Erwachsene wird auch dahingehend angehalten seine vorhandenen sozialen und lebenspraktischen Fähigkeiten und Kenntnisse auszubauen, um erfolgreich eigenständig zu wohnen und stabilisiert sein alltägliches Leben zu bewerkstelligen.

Im Prozess des Sozialpädagogisch betreuten Wohnens leitet einen/e freie Mitarbeiter/in der KJHS den jungen Erwachsenen zur Eigeninitiative, hin zur umfassenden eigenständigen Lebensführung, an.

Hilfeplan

Grundlage aller zu treffenden Entscheidungen sind die Betreuungs- und Förderziele, die von allen am Prozess Beteiligten gemeinsam und verbindlich getroffen wurden, bzw. getroffen werden.

In den regelmäßig, mindestens halbjährlich stattfindenden Hilfeplangesprächen wird die Hilfeplanung überprüft und fortgeschrieben, oder gegebenenfalls verändert. Das Protokoll des Hilfeplangespräches gibt die gemeinsame Bewertung aller Beteiligten wieder und bildet die Grundlage für die weitere Betreuungsarbeit.

Die in den Hilfeplangesprächen gemeinsam erarbeiteten Ziele werden dann im Mitarbeiterteam der Einrichtung unter Einbeziehung des Jugendlichen zusammen reflektiert, kontrolliert und umgesetzt.

Nach Maßgabe der Hilfeplanung (gemäß § 36 SGB VIII), wird somit für jeden Jugendlichen unter seiner Mitwirkung, der seiner Sorgeberechtigten und der seines Bezugsbetreuers ein individuell auf sein Persönlichkeitsprofil zugeschnittener Betreuungsplan erstellt.

Beispiele individueller Förderung:

  • Regelmäßige Einzelgespräche mit Zielvereinbarungen
  • Verselbstständigungsvertag mit ca. 16 Jahren
  • Wöchentliche Gruppengespräche

Zusammenarbeit mit:

  • Freien Mitarbeiter/innen, die als „Integrationshelfer“ in Krisenzeiten zusätzlich über einen festgelegten Zeitraum einen Jugendlichen intensiv betreuen. (Fachleistungsstunden)
  • Ergotherapeuten
  • Erziehungsberatungsstellen
  • Schulpsychologischem Dienst
  • Drogenberatungsstellen (DROBS, Lobby)
  • Beratungsstellen gegen sexuellen Missbrauch
  • Ambulanz der LWL Kinder- und Jugendpsychiatrie Marsberg in Paderborn
  • Station „jugendlich(t)“ der LWL Klinik Marsberg zur qualifizierten Entzugsbehandlung
  • Psychologischen und logopädagogischen Praxen
  • Schulen, Ämtern und Behörden
  • Regionalen Vereinen

Aufnahmeverfahren

Der Prozess der Aufnahme eines Jugendlichen beginnt im Regelfall mit der Anfrage des für ihn zuständigen Jugendamtes an die Kinder- und Jugendhilfe Salzkotten (KJHS). Es wird ein Erstgespräch in der Einrichtung vereinbart. An diesem Gespräch nehmen der Jugendliche, seine Eltern, bzw. Personensorgeberechtigten, Vertreter des zuständigen Jugendamtes und zwei Mitarbeiter des pädagogischen Teams der KJHS teil. Ziel des Erstgespräches ist das persönliche und beiderseitige kennen lernen zwischen dem Jugendlichen und den pädagogischen Mitarbeitern sowie die Möglichkeit für den Jugendlichen die Einrichtung kennen zu lernen.

Zur Entscheidungsfindung wird dem Jugendlichen eine gewisse Bedenkzeit eingeräumt. Die gesammelten Eindrücke des Erstgespräches sollen in Ruhe überdacht werden, denn die Aufnahme basiert auf die Freiwilligkeit des Jugendlichen.

Bei der Zusage wird ein aussagekräftiger Zeitraum für ein kostenloses und unverbindliches Probewohnen des Jugendlichen vereinbart. Oft erfolgt die Absprache eines Probewohnens schon gegen Ende des Erstgespräches.

Nach der Auswertung des Probewohnens und der endgültigen Zusage des Jugendlichen wird im pädagogischen Team gemeinsam die Aufnahmeentscheidung getroffen. Zur Entscheidungsfindung tragen Gespräche der KJHS mit den Eltern, bzw. Personensorgeberechtigten und eventuell vorhergehenden Einrichtungen bei.

Mit der Aufnahmezusage der Mitarbeiter des pädagogischen Teams an den Jugendlichen werden eine individuelle, mehrwöchige Probezeit beginnend mit dem Aufnahmetag und schon erste Themen der Hilfeplanung vereinbart. Ein Termin für ein erstes Hilfeplangespräch nach der Aufnahme wird ebenfalls festgelegt.

Zielsetzung

Grundlage aller zu treffenden Entscheidungen sind die Betreuungs- und Förderziele, die von allen am Prozess Beteiligten gemeinsam und verbindlich getroffen wurden, bzw. getroffen werden.

In den regelmäßig, mindestens halbjährlich stattfindenden Hilfeplangesprächen wird die Hilfeplanung überprüft und fortgeschrieben, oder gegebenenfalls verändert. Das Protokoll des Hilfeplangespräches gibt die gemeinsame Bewertung aller Beteiligten wieder und bildet die Grundlage für die weitere Betreuungsarbeit.

Die in den Hilfeplangesprächen gemeinsam erarbeiteten Ziele werden dann im Mitarbeiterteam der Einrichtung unter Einbeziehung des Jugendlichen zusammen reflektiert, kontrolliert und umgesetzt.

Nach Maßgabe der Hilfeplanung (gemäß § 36 SGB VIII), wird somit für jeden Jugendlichen unter seiner Mitwirkung, der seiner Sorgeberechtigten und der seines Bezugsbetreuers ein individuell auf sein Persönlichkeitsprofil zugeschnittener Betreuungsplan erstellt.

Beispiele individueller Förderung:

  • Regelmäßige Einzelgespräche mit Zielvereinbarungen
  • Verselbstständigungsvertag mit ca. 16 Jahren
  • Wöchentliche Gruppengespräche

Zusammenarbeit mit:

  • Freien Mitarbeiter/innen, die als „Integrationshelfer“ in Krisenzeiten zusätzlich über einen festgelegten Zeitraum einen Jugendlichen intensiv betreuen. (Fachleistungsstunden)
  • Ergotherapeuten
  • Erziehungsberatungsstellen
  • Schulpsychologischem Dienst
  • Drogenberatungsstellen (DROBS, Lobby)
  • Beratungsstellen gegen sexuellen Missbrauch
  • Ambulanz der LWL Kinder- und Jugendpsychiatrie Marsberg in Paderborn
  • Station „jugendlich(t)“ der LWL Klinik Marsberg zur qualifizierten Entzugsbehandlung
  • Psychologischen und logopädagogischen Praxen
  • Schulen, Ämtern und Behörden
  • Regionalen Vereinen