Maßnahmen

Um jeder Herausforderung gerecht zu werden, arbeiten wir mit einem multiprofessionellen Team und mit einer Methodenvielfalt. Unser Arbeitsansatz leitet sich aus der systemischen Therapie ab, bezieht andere therapeutisch orientierte Trainingseinheiten ein, die sich durch große Praxisrelevanz auszeichnen sowie Entspannungsübungen, Elemente aus der Gestalttherapie und die Anwendung von Impacttechniken, sowie Arbeit mit den kreativen Medien u.v.m.

So haben wir gezielte Interventionsmöglichkeiten zur Behandlung von verschiedenen Verhaltensstörungen bei Kindern, vor allem bei dissozialen und aggressiven Verhaltensweisen, zum Abbau und zur Steuerung aggressiver Impulse und zum Aufbau einer konstruktiven Umgehensweise mit Konflikten.

Unsere Gruppenangebote orientieren sich an einem pädagogischen Ansatz, der die Gruppe als Lernfeld versteht, in dem gruppendynamische Prozesse fachlich begleitet werden. Dieses Lernfeld reguliert sich durch verbindliche Gruppen- und Einzelgespräche, durch regelmäßig wiederkehrende Alltagssituationen und erlebnispädagogische Beschäftigungsprogramme. Die Kinder/Jugendlichen sollen ihren Lebensmittelpunkt als Ort spüren, in dem sie Möglichkeit haben, Geborgenheit zu erfahren.

Die Kinder und Jugendlichen sollen ihre Identität und auch Grenzen in Konfrontations- und Aushandlungssituationen mit den Betreuer/Innen und den Mitbewohnern erfahren und finden. Des Weiteren soll über wiederkehrende Rituale im häuslichen Bereich der Gruppe (Mahlzeiten, Haushaltsführung) eine möglichst hohe Identifikation mit dem (neuen) Wohn- und Lebensfeld erreicht werden.

Durch die Kombination der therapeutischen und pädagogischen Arbeit mit flexiblen Hilfeformen verschiedener Wirkungsmustern werden Kinder/Jugendliche gefordert und gefördert. Sie sollen in der Gruppe durch die pädagogischen Interventionen lebenspraktische Eigenständigkeit in der Selbstversorgung lernen und im geschützten Raum neue Haltungen, Rollenerwartungen und Verhaltensweisen ausprobieren.